
Venus -Jupiter 5.6.2026

Zeitreisender

In den nächsten Tagen sollte man nach Westen schauen. Die Venus setzt zum großen Überholmanöver an. Von tief im Westen kommend bewegt sie sich auf den Jupiter zu, um ihm schließlich am 9.6. zu überholen. Das gibt einen wunderschönen Anblick am westlichen Himmel, wo die Sonne kurz nach 21.00 untergegangen ist. Zwar ist es noch nicht dunkel, aber Jupiter und Venus sind hell genug, um sie auch vor dem hellen westlichen Himmel zu erkennen. Der zur Sonne nächste Planet Merkur gesellt sich dann zu dem Planetentreffen dazu.

Planetenkonstellation am 9.6.2026, um 22.30 Uhr MESZ. Links oberhalb der Venus sind Pollux und Castor im Sternbild Zwillinge zu sehen. Screenshot mit Hilfe der App Stellarium
Effelsberg 2
Die Winkelauflösung eines Radioteleskops ist wesentlich schlechter als die eines optischen Teleskops. Ein Radiobild, das aus vielen einzelnen Radiomessung zusammengesetzt wird, ist daher aus diesen physikalischen Gründen unschärfer als ein optisches Bild. So hat das Radioteleskop Effelsberg ein Auflösungsvermögen von 9,4 Bogenminuten bei einer Wellenlänge von 21 cm und von 10 Bogensekunden einer Wellenlänge von 3,5 mm. Man müsste immer größere Spiegel bauen, um die Auflösung eines Radiobildes zu erhöhen. Weil man mit der Bauweise des Radioteleskop Effelsberg mit einem Durchmesser von 100 Metern an technische Grenzen gestoßen ist, geht man in der jüngsten Entwicklung der Radioastronomie einen anderen Weg. So werden in den späteren Verlauf der 70er Jahre nicht noch größere Teleskope gebaut, sondern mehrere kleinere mit einem Durchmesser von zirka 30 Metern, dafür aber gleich mehrere an einen Ort. Die Very Large Array (VLA) in Mexiko besteht aus 28 einzelnen Radioteleskop mit einem Durchmesser von 25 Metern, die entlang dreier Y-förmiger Gleise von je 21 km (!) Länge platziert wurden. (5)

Die 28 Teleskope werden so zu einem Interferometer zusammengeschaltet, was zu einem großen Teleskop mit variabler Größe führt. Das VLA kann durch diese Bauweise eine Winkelauflösung von 0,05 Bogensekunden erreichen.
In den letzten 20 Jahren ist man noch einen Schritt weitergegangen. Statt 30 Teleskope auf ein weites Feld zu stellen, nehmen die Astronomen einfach die Teleskope der Welt und formen sie zu einem globalen Radioteleskop. Dazu werden weltweite Messkampagnen organisiert, die zu einem festgelegten Zeitpunkt Messung eines Objektes durchführen. (6)

Die Messung werden mit Zeitmarken korreliert und auf Festplatten gespeichert. Die Datenmenge ist dabei so groß, dass man diese Festplatten braucht. Da die Teleskope an weit entfernten Orten der Erde aufgestellt sind, an denen kein Glasfaserkabel für einen schnellen Datentransport sorgen kann, werden die Festplatten physisch bewegt und in Rechenzentren ausgelesen. So ein Serverraum steht auch in Effelsberg in dem Faraday-Raum. Die einzelnen Messpunkte (Punktquellen) werden rechnerisch mithilfe der Zeitmarken korreliert und ergeben im Zusammenspiel ein Radiobild, dessen Winkelauflösung höher als das optische Signal einer Quelle ist. Hier befinden wir uns hier in einem Bereich von Mikrobogensekunden. Eine besondere Messkampagne galt 2017 dem schwarzen Loch in M87, einer Galaxie im Sternbild Jungfrau in einer Entfernung von 55 Lichtjahren. Im Vergleich zu der optischen Aufnahme durch das Hubble-Teleskop offenbart das Radiobild von M87 die Details der Nebelstruktur der Galaxie in beeindruckender Weise (s. Bild Vergleich M87 im sichtbaren Licht und Radiowellen) (6)

Durch die Vernetzung von Radioteleskopen im Event Horizon Telescope – Verbund (EHT), die Wellenlängen unter 3mm empfangen können, erreichte man immer höhere Auflösungen, die nach Verarbeitung der Daten und der Kalibrierung zu dem spektakulärem Radiobild des Schwarzen Lochs im M87 führte (Schwarzes Loch M87, Visualisierung des Radiobildes 2018). (6)

Quellen:
Es ist ein regnerischer Maitag, frisches Grün überall, Vögel zwitschern, aber alles ist nass und der Himmel ist grau. Da geht man vom Parkplatz am Effelsberg in der Eifel die 700 Meter hinunter in das Tal. Weil die Vegetation im Mai schon dicht ist, sieht man es nicht sofort, aber dann nach ein paar 100 Metern nach einer Kurve, erblickt man die riesige Schüssel, die das ganze Tal ausfüllt: Das Radioteleskop Effelsberg des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in der Eifel.

100 Meter Durchmesser misst der Reflektor. Der Spiegel, genauer gesagt die geometrische Antennenfläche, beträgt 7850 Quadratmeter. Diese gewaltigen Ausmaße in einem grünen Tal lassen einem schon den Atem stocken. Und sie dokumentieren einem, wozu der Mensch fähig ist. Man muss sich nicht auf Raketen schnallen, um dem Weltall näherzukommen. Es reicht auch, sich eine Antenne zu bauen, und sie in den Himmel zu halten. Man kann das schon mit einem Ofenrohr und einen Metallstab machen, aber die Erbauer des Radioteleskop Effelsberg wollten aber mehr als ein Ofenrohr in den Himmel halten.
Wie der Name schon sagt, empfängt das Radioteleskop Effelsberg keine optischen Signale, sondern Radiowellen aus dem Weltall. Im Rahmen des Spektrums der elektromagnetischen Wellen bilden die Radiowellen die niederfrequenten und langwelligen Bereiche jenseits von Infrarot- Radar- und Mikrowellen.(4)

Als Radioquelle wird in der Radioastronomie ein astronomisches Objekt bezeichnet, das auf der Erde detektierbare Radiowellen aussendet. Die stärksten astronomischen Radioquellen sind Sonnen, Supernovae, Quasare und Radiogalaxien.(3) Selbst die Milchstraße sendet ein diffuses Radio Radiosignal aus. Dabei sind Radiowellen aus dem Weltall sehr, sehr schwach. Deswegen braucht man eine so große Schüssel, um diese leisen Signale aus dem Weltall zu empfangen. Dabei können terrestrische Radiowellen das Signal sehr stören und übertönen. Solche Störungen sind ein großes Problem für die Radioastronomie und damit so ein ähnliches Problem wie die Lichtverschmutzung in der optischen Astronomie. Effelsberg ist so empfindlich, dass die Radiowellen der Zündkerzen eines vorbeifahrenden Autos zu Messstörungen führen können. Darum heißt in der Nähe des Teleskops, Handy aus! In Australien dürfen sogar PKWs mit Zündkerzen nicht in die Nähe von Radioteleskopen.
Himmelskörper wie Sonnen und Pulsare werden als radiolaut bezeichnet, im Gegensatz zu den radioleisen Objekten wie Nebelwolken und weit entfernte Sterne, die fast keine Radiowellen aussenden. Vorteil der Radioastronomie ist, dass Radiowellen weniger von intergalaktischen Staub- und Nebelwolken absorbiert werden: Man kann mit Hilfe von Radiowellen hinter einer Wolke schauen. Ein bestimmter Messwert gibt an, mit welcher Intensität die Radiowellen aus der Richtung eintreffen, auf die das Teleskop gerichtet ist. Ein „Blick“ durch ein Radioteleskop ergibt also noch kein Radiobild, sondern nur einen einzigen Radio-Bildpunkt, d.h. die einzelnen Messwerte müssen hinterher im Rahmen einer nachträglichen Bearbeitung zu einem Radiobild zusammengesetzt werden.
Radiowellen kann man auch am Tage empfangen, so dass man nicht darauf angewiesen ist, in der Nacht Lichtquellen am Himmel zu suchen. Allerdings ist auch Radioastronomie eingeschränkt. So kann es dazu führen, dass schlechtes Wetter es unmöglich macht, Radiowellen aufzuzeichnen. Der Frequenzbereich der Radioastronomie ist u.a. auch durch die Erdatmosphäre eingeschränkt. Unterhalb einer Frequenz von 10 MHz ist sie für Radioquellen undurchlässig, da die Ionosphäre Radiowellen niederer Frequenz reflektiert. Oberhalb von 100 GHz werden Radiowellen durch Wasser und andere in der Luft enthaltenen Moleküle absorbiert, was auch dazu führt, dass höherfrequente Radioquellen nicht richtig aufgenommen werden können, (1) Daher ist der meistgenutzte Frequenzbereich in der Radioastronomie, der von 10 MHz bis 100 Ghz. Das entspricht den Wellenlängen von 30 Metern bis 3 Millimeter. Schlechtes Wetter mit einer hohen Luftfeuchtigkeit kann also dazu führen, dass man das Radioteleskop Effelsberg nicht anwenden kann. Dieser Tag im Mai war so ein regnerischer Tag mit hoher Luftfeuchtigkeit. Und das Radioteleskop war nicht in Betrieb, sondern die Schüssel war gerade in den Himmel gerichtet, um Wartungsarbeiten an den Systemen durchzuführen. (5)
Bei Radioteleskopen unterscheidet man, ob sie beweglich oder starre Antennen haben (starr im Verhältnis zum Erdboden; da sich die Erde dreht, ist so ein Teleskop im Verhältnis zum Weltall natürlich auch beweglich). Effelsberg ist der zweitgrößte bewegliche Radioteleskop nach dem Green Bank Observatorium in West Virginia, USA.(3)
Um die Radiowellen in den Frequenzbereich von 0,5 bis 95 GHz zu empfangen, stehen 23 hochempfindliche Empfänger zur Verfügung: 13 für den Primärfokus, der sich im Brennpunkt der konkaven Schüssel befindet; und 10 für den Sekundärfocus am Boden der Schüsselkrümmung (siehe schematische Darstellung des Spiegels).(2)

In den Empfängerkabinen befinden sich sehr empfindliche Radioempfänger, die die Wellenlängen von einem Meter bis 3,5 Millimeter empfangen können. Damit können sie sehr leise Radiowellen aus dem Weltall verstärken und dabei messbar und sichtbar machen. Im Back End werden die bisher analogen Signale digitalisiert, weiterverarbeitet und gespeichert. Gleichzeitig wird jeden Datenpunkt mit einer genauen Zeitmarke versehen. Für diese Datenverarbeitung steht in Effelsberg ein Serverraum zur Verfügung: Der sogenannte Faraday-Raum. Das ist also ein von äußerer elektromagnetischer Strahlung geschützter Raum. Von hier aus werden die Daten weltweit vernetzt.





Die Amis wollen die EU zerschlagen. Das ist das erklärte Ziel von Trump & Co.
Vor diesem Hintergrund muss man die Europäer eine Frage stellen – und unter Europäer sind hier Frauen und Männer gemeint. Wollt ihr in einem freien, selbstbestimmten Europa oder als Wurmfortsatz des Hegemoniestrebens der USA und Russlands leben? Wollt ihr diese EU mit freien Märkten und wirtschaftlichen Wohlstand, mit freien Grenzen und freien Reisemöglichkeiten, das Leben unter Freunden, oder wollt ihr zurück in eure nationalen Grenzen und nationaler Begrenztheit, klein und fremdbestimmt und ausgeforscht bis auf die nackte Haut von amerikanischen Tech-Unternehmen und dem russischen Geheimdienst?
Man muss diese Fragen in einem großen Referendum an alle Europäer stellen. Die Nationen, die dann die EU ablehnen, sollen sie auch verlassen. Sie können wieder russisches Gas kaufen und fremde Besatzungsarmeen auf ihrem Territorium dulden. Macht, was Ihr wollt, aber macht es ohne uns.
Die Staaten, die zustimmen, können dann voranschreiten und in ihre Souveränität in einem europäischen Haus verteidigen. Diese Staaten werden dann auch eine gemeinsame Armee aufstellen und ja, auch einen atomaren Schutzschirm gegen amerikanische und russische Raketen errichten. Diese Staaten werden dann an Seite an Seite stehen und verstehen, dass ihre Freiheit, ihre wirtschaftliche und kulturellen Unabhängigkeit nun dann erhalten bleibt, wenn sie zusammenstehen und sich helfen, ohne, um das gleich zu sagen, ihre kulturelle Identität aufzugeben.
Weft Musk mit seinem X, Google mit seinem Android und Facebook aus Europa raus. Schickt sie in die Wüste und lasst sie ihre eigenen Landleute verarschen. Erkennt endlich, dass es Russland nicht gut mit uns meint, dass sie nicht nur unsere Infrastruktur angreifen, sondern ganz grundsätzlich unser freies Leben. Und dass die TikTok-Videos nicht die Wahrheit über die Welt erzählen.
Freiheit gibt es nur in einem europäischen Haus oder gar nicht. Wir müssen uns entscheiden.